Kategorie:Fahren

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Fahren und Bremsen

Nach dem Studium dieses Kapitels kann man versuchen den Zug zum Fahren zu bewegen. Hat man in den Optionen von Loksim „grüne Welle“ eingestellt (wie das geht folgt noch), so dürfte man eigentlich keine Probleme haben, es sei denn man hat Probleme mit der Sifa. Eine kleine Schwierigkeit gibt es aber: die Signale. Diese sehen aus, wie eine Ampel, sind im weitesten Sinne auch Ampeln für die Züge, aber die Technik hat einige Pferdefüße, die man kennen muss. Weiß man bei Signalen nicht Bescheid, so bekommt man, vor allem bei Halt zeigenden, eine Einladung zur Zwangsbremsung. Für diesen Fall gibt es weiter unten ein Kapitel über Signale und Tafeln.


Aufrüsten und Losfahren

Bevor man mit einer Lok am Startbahnhof losfahren kann, muss sie aufgerüstet werden; d.h., das Triebfahrzeug muss einsatzfertig gemacht werden. In der Realität sind dies einige Aktionen, die man durchführen muss. Bremsstellung einstellen, den Zugdateneinsteller mit Zugdaten füttern, ... In LokSim3D ist das ganze etwas einfacher. Die Zugdaten werden automatisch aus dem Fahrplan generiert. Was man selber machen muss:

1 ) nur bei elektrischen Loks: Falls vorhanden, Richtungsschalter auf vorwärts (STRG+R), Bügel (Stromabnehmer) anlegen (Taste STRG+B) und 4-6 Sekunden warten.

(unter Umständen bei Diesel-Loks hiermit Simulation der Kraftstoffförderpumpe)

alle Fahrzeuge: Hauptschalter einlegen (Taste H)

2 ) das Spitzensignal einschalten (Taste STRG+L)

3 ) wird eine LZB-geführte Fahrt angetreten, die LZB einschalten (Taste SHIFT+L)

4 ) will man (halb-)automatisch fahren, die AFB einschalten (Taste SHIFT+A)

( 3 ) + 4 ) nur möglich, wenn auf dem jeweiligen Triebfahrzeug/Steuerwagen vorhanden)

Dann heißt es warten. Meistens hat man einige Minuten, bis man den Abfahrauftrag bekommt. Steht man in einem Güterbahnhof oder in einer Bereitstellungsgruppe, so hört man eventuell keinen Pfiff, denn ein Güterzug hat kein Begleitpersonal bzw. der Zug ist nur zusammengestellt worden und das Personal steigt erst am ersten Bahnhof zu. Der Abfahrtsauftrag wird mit dem Signal Zp9 (Erklärung im Kapitel Signale) gegeben, das der Zugbegleiter mit einer Kelle anzeigt oder an einem Signal aufleuchtet. Bei Abfahrten in Güterbahnhöfen wird natürlich kein Abfahrtssignal gegeben. Dort muss man selber auf das Ausfahrsignal und die Zeit achten. Ist der Auftrag gegeben, so schließt man die Türen (Taste T), man löst die Bremsen (Taste NUM 7) und schaltet die Leistung langsam auf. (CURSOR UP/Pfeil hoch). Während der Fahrt muss man die Höchstgeschwindigkeit beachten und die Leistung rechtzeitig herunterschalten. Auch sind die Signale und Tafeln am Streckenrand zu beachten. Sie sind, wie die Verkehrsschilder im Straßenverkehr, wichtig für eine sichere Fahrweise und geben dem Triebfahrzeugführer Informationen über die Strecke.

Bremsen und Anhalten

Hat man das Triebfahrzeug in Gang gebracht, muss man natürlich auch über das Abbremsen nachdenken, denn man will die Fahrgäste nicht durch Zwangsbremsungen an Signalen durchrütteln oder mit Durchfahrten an Bahnhöfen verärgern. Gebremst wird in Loksim mit zwei verschiedenen Bremssystemen. Die Tasten wurden im entsprechenden Kapitel erklärt.

Gehen wir von dem Stufenbremssystem aus, das mit NUM 7 und 1 betätigt wird. Zeigt ein Signal Halt oder müssen Sie an einem Haltepunkt oder Bahnhof anhalten, so drücken Sie mehrmals NUM 1. Bremsen Sie den Zug ruhig erst stark ein und lösen die Bremse (NUM 7) bis zum Stillstand wieder ein wenig, wenn Sie zu früh anzuhalten drohen. In Bahnhöfen oder an Haltepunkten ist der Punkt, wo man stehen bleiben sollte, mit der so genannten H-Tafel gekennzeichnet. Es ist ein schwarzes H auf einer rechteckigen weißen Tafel, oder ein weißes H auf einer rechteckigen schwarzen Tafel. In LokSim3D ist der Haltepunkt mit einem Toleranzbereich davor und dahinter genau definiert, innderhalb dessen ein korrekter Halt erkannt wird. Hält man zu früh an, so wird der Halt nicht anerkannt und der Name des Haltepunkts im Fahrzeitenheft färbt sich nicht rot. Falls man die Türen noch nicht geöffnet hat, zieht man vorsichtig bis zum Haltepunkt vor, ansonsten sind zuvor die Türen wieder zu schließen (T). Schießt man über das Ziel hinaus, hält also hinter dem Haltepunkt an, so kann man nicht einfach zurückfahren. Dieser Fall hätte einigen Telefon- oder Funkverkehr zwischen Triebfahrzeugführer und Fahrdienstleiter zur Folge, bis der Zug eventuell zurücksetzen dürfte. Fährt der Triebfahrzeugführer eigenmächtig zurück, so hat er mit disziplinarischen Maßnahmen zu rechnen. Daher wird in LokSim3D die Simulation mit dem Hinweis, dass man einen Haltepunkt überfahren hat, um ca. 500 m zurückgesetzt und man kann es noch mal versuchen. Dabei muss man das Triebfahrzeug aber neu aufrüsten. Ein Überfahren eines Halt zeigenden Signals leitet die gleiche Prozedur ein.

Ausrüstung des Fahrzeuges (Taste F6)

Mit F6 erscheint eine Liste mit der Ausrüstung des Triebfahrzeugs. Darunter die Typen der Sifa, der PZB, Höchstgeschwindigkeit des Tfz... Ein erneutes Drücken von F6 blendet das Fenster wieder aus.

Bild:LokInfo.jpg

Hier werden alle aktuellen Zustände der Systeme innerhalb des Triebfahrzeuges angezeigt. Ist ein System in hellgrauen Text beschrieben, ist das System nicht vorhanden. Nur Systeme mit einem schwarzen Text sind vorhanden. die Zustände werden mit farbigen Quardraten beschrieben:

Zustand Bedeutung
Bild:rot_LokInfo.jpg System ist nicht eingeschaltet oder

Türen sind nicht geschlossen oder

Bremse ist aktiv (angelegt).

Bild:gruen_LokInfo.jpg System ist eingeschaltet oder

Türen sind geschlossen oder

Bremse ist inaktiv (gelöst).

Bild:blau_LokInfo.jpg Bügel wird gerade bewegt/Tür geschlossen.

Zur Abfahrt müssen bis auf AFB und Zugkraftregelung alle auf Grün zeigen. Nur dann kann das Fahrzeug beschleunigt werden. Welche Art von Systeme installiert sind, steht hinter dem Systemnamen:

System Inhalte
vorhandenes Schaltwerk GW gibt Auskunft ob ein Überschreiten des max. Fahrstromes möglich ist. Ist GW vorhanden, ist eine Grenzwertüberwachung eingeschaltet. Es kann keine Überschaltung erfolgen.

ohne Verz. heißt, das Schaltwerk schaltet ohne Zeitverzögerung. Mechanische Schaltwerke können ggf. 3 Sekunden pro Fahrstufe benötigen.

Linienzugbeeinflussung Ist eine LZB vorhanden, steht "vorhanden". Mit welcher Entfernung die LZB vorausschauen kann ist anschließend angegeben.
aktives Indusiprogramm Hier wird angegeben, in welcher Zugart die Indusi überwacht.

R = O = obere Zugart (Überwachungsgeschwindigkeit 1000 Hz-Beeinflussung: 85/95 km/h)

P = M = mittlere Zugart (Überwachungsgeschwindigkeit 1000 Hz-Beeinflussung: 70/75 km/h)

G = U = untere Zugart (Überwachungsgeschwindigkeit 1000 Hz-Beeinflussung: 55/60 km/h)

Sifa Hier ist angegeben mit welcher Sifa das Triebfahrzeug ausgerüstet ist.
Zugkraftregelung Hat das Triebfahrzeug eine Zugkraftregelung, dann ist dieses System aktiv. Kann nicht zwischen Zugkraftsteuerung und Schaltwerkssteuerung gewechselt werden, dann steht zusätzlich der Hinweis "(keine Umschaltung)".
Türschliesseinrichtung Hier wird angezeigt, ob die Türen geschlossen sind. Die Veränderung des Zustandes erfolgt durch die Türen im Wagenzug bzw. dem Zugpersonal und kann somit vom Triebfahrzeugführer nicht beeinflusst werden.
Türverriegelung Wenn die Türen verriegelt werden müssen, ist dieses System aktiv. Mit der Verriegelungstaste (T) können die Türen ver.- bzw. entriegelt werden. Während eines Haltes müssen die Türen entriegelt werden.

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